Köln – Die Ratsfraktionen von CDU und FDP fordern die Errichtung eines Erziehungsinternats für straffällig gewordene, jedoch strafunmündige Jugendliche. Auf der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurde der Antrag von Rot-Rot-Grün abgelehnt. „Die JU Köln bedauert die Haltung des Links-Bündnisses im Kölner Stadtrat. Jugendgewalt ist nicht erst seit dem hessischen Landtagswahlkampf ein Thema für die Kölner Bürger,“ so HP Bröhl (27), Kreisvorsitzender der JU Köln.
Die JU Köln habe sich bereits im vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema Jugendgewalt beschäftigt, so Monika Koj, Leiterin des Arbeitskreises Jugendgewalt. Im Kampf gegen steigende Jugendgewalt gibt es nach Auffassung der Mitarbeiterin einer Jugendeinrichtung in Chorweiler kein Patentrezept.
„Wir werden bei der Eindämmung von Jugendgewalt nur erfolgreich sein, wenn wir Präventions- und Repressionsmaßnahmen gleichberechtigt nebeneinander einsetzen. Daher unterstützen wir die CDU in ihrem aktuellen Kurs zum Thema Jugendgewalt. Sowohl die Abschaffung von Kindergartenbeiträgen als auch die Einrichtung von Erziehungsinternaten sind nach unserer Auffassung Bausteine zur Vorbeugung und Bekämpfung von Jugendgewalt,“ so Koj.
Daher gibt die JU Köln die Hoffnung nicht auf, dass SPD, Grüne und PDS ihre Blockade-Haltung im Rat aufgeben und für die Forderungen von CDU und FDP stimmen.

